pamela schmidt
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© Pamela Schmidt

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Last minute

Ein Stück von Thomas Wedekind

Bühnenbild,
Requisite

mit Anna Schreier

Uraufführung 2006
ZKM (Zentrum für Kunst und Medientechnologie), Karlsruhe
Regie: Thomas Wedekind


www.lastminute.de



Das frisch vermählte Touristenpärchen Holger und Tatjana verbringt seine
fünftägige Flitterwoche in einem vier Sterne Strandhotel an einem exotischen Urlaubsort. Die Erwartungen an den fernen Kurzurlaub sind hoch. An den vier aufeinander folgenden Abenden treffen sie beim Dinner auf den Forscher Rudi Dördelmann und die Italienerin Valeria. Holger möchte den Traumurlaub mit seiner Braut bei einer Unterwasser-Fotosafari verbringen. Rudi Dördelmann, ein hängengebliebener Tourist, der sich auf Kosten der einheimischen Bevölkerung
sein Leben versüßen läßt, sprüht mit sarkastischen Bemerkungen und Erzählungen Gift in die Runde, das mehr
und mehr zu wirken beginnt. Die euphorische Stimmung des jungen Brautpaares ist schnell dahin. Als Holger auf Grund eines Zwischenfalls an Land gefesselt bleibt, kippt die Stimmung endgültig. Valeria, eine Cluburlauberin aus Überzeugung, die ihre Reise in der Lotterie gewonnen hat, gibt mit ihrem Temperament der Tischgesellschaft den Rest. Die einheimischen Kellner Abasi und Samir versuchen die eskalierende Situation zu bändigen.
Die fragile Beziehungskonstellation beginnt aufzubrechen, die Emotionen nehmen ihren freien Lauf und der Kampf beschränkt sich bald nicht nur auf den wohlverdienten Urlaub. Das Stück nimmt den Zuschauer
mit auf eine Reise in die Untiefen der zwischenmenschlichen Kommunikation und hält uns die Berührungsängste gegenüber fremden Kulturen vor Augen. Der schwarze Humor lässt den weißen Tourismus recht schnell blass aussehen.


Für das Bühnenbild wurde ein Raum entwickelt, in dem Bühne und Zuschauerraum ineinander übergehen.
Wie in einem Speisesaal sitzen die Zuschauer mit Ihnen unbekannten Menschen an runden Speisetischen. Die Schauspieler haben die Möglichkeit, den gesamten Raum zu bespielen. Durch verschieden hohe Podeste entstehen verschiedene Ebenen.
Die Decke ist fahrbar und besteht aus moltonbezogenen Rahmen, die es durch Beleuchtung von oben ermöglichen, die gesamte Atmosphäre des Raumes zu beeinflussen. Mit lautem Motorengeräusch fährt die Decke während des Stücks immer mehr auf die Zuschauer herab.
Die drückende Stimmung, das Zuspitzen der Geschehnisse, wird dadurch räumlich erfahrbar, physisch spürbar. An der Decke befinden sich steuerbare Ventilatoren.
Zu Beginn drehen und summen sie noch friedlich vor sich hin, muten von Hitze und Exotik. Es ist verblüffend, wie durch die Akustik Assoziationen geweckt werden.
Die Ventilatoren bleiben während des Stückes auch mal vollkommen stehen, oder drehen sich wild durcheinander.
Und wenn die Decke immer näher kommt, können die Windjongleure auch mächtig bedrohlich werden.....
Während des Kammerspiels werden von den Schauspielern unaufhörlich exotische Meerestiere verspeist und dazu viel getrunken. Das gierige hemmungslose Plündern des All-inclusive Büffets wird dadurch überspitzt, dass den Protagonisten lediglich Plastikspeisen und leere Getränke zum Agieren zur Verfügung stehen....




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